28 Nov
28Nov

Die Mistel ist weder Baum noch Strauch und ist somit "weder-noch". Sie führt uns damit weiter zu dem Gedanken der Freiheit von Beschränkungen und Einschränkungen sowie feststehenden Dogmen. So ist auch Jedermann frei von Einschränkungen, wenn er unter dem Mistelzweig steht...

Der Brauch, sich unter Mistelzweigen zu küssen, besitzt eine wundervolle romantische Note. Wenn sich zwei Menschen unter diesen mythischen und magischen Zweigen küssen, schenken diese  ihnen eine glückliche gemeinsame Zukunft. Wird allerdings einer Frau unter dem Zweig der Kuss verweigert, erwartet sie ein weiteres lediges Jahr.

Jahreswende: Die auch im Winter grünende Mistel ist Symbol für neues Leben. Sie ist Metapher für die Wiedergeburt und für den Neubeginn des Jahreszyklus' zur Zeit der Wintersonnenwende und deshalb im Brauchtum verbreitet zu finden.

Die Mistel im Aberglauben

Bann: In den nordischen Göttersagen wurde der sonst unverwundbare Baldur, der Gott der Sonne, des Lichtes und des Sommers, durch einen Speer aus Mistelholz getötet. Das Mistelholz bekommt hier eine ähnliche Funktion wie das Holz der Haselnuss gegenüber Vampiren. Das Amulett aus Mistelholz sollte vor Hexerei schützen, und Mistelzweige an den Türen hatte wohl meist dieselbe Funktion. 

Kultsymbol der Kelten

Die Mistel stellt hier das weibliche Prinzip dar, dem die Eiche als männlicher Pol gegenübersteht. Übrigens nahm man an, dass die Mistel durch einen Blitzeinschlag in das Eichengeäst entsteht

Quelle https://www.derkleinegarten.de/




Mistel -Viscum album 

Ihre ungewöhnliche Vegetationsform dieser Schmarotzerpflanze, die in der anthroposophischen Medizin dazu geführt hat, ein ähnliches Prinzip wie bei einer Krebserkrankung zu sehen. Heute hat auch die Schulmedizin den Wert der Mistelpräparate erkannt. Es gibt aber bei der Mistel noch einige weitere Besonderheiten. Die Mistel keimt im Licht – nicht in dunkler Erde, das Wachstum braucht nicht die Wärme des Sommers und sie fruchtet im Winter. Die Samen werden von Vögeln auf einige Arten von Laubbäumen und auf zwei Arten von Nadelbäumen verpflanzt. Durch die Wuchsform hat die Mistel auch Namen wie Hexen- oder Donnerbesen oder Hexennest erhalten 

MEDIZINISCHE ANWENDUNG

Hochwertige Extrakte aus Misteln von verschiedenen Laub- oder Nadelbäumen kommen als unterstützende Behandlung bei Tumorerkrankungen als unspezifische Reiztherapie zur Anwendung. Diese bringt für den Patienten eine verbesserte Lebensqualität und verminderte Angstbelastung. Die Arzneimittel tragen nach dem Namen immer die Bezeichnung der Mistelart, d.h. den Anfangsbuchstaben der lateinischen Bezeichnung des Wirtsbaumes. Extrakte aus der Tannenmistel tragen den Buchstaben „A“, vom Apfelbaum „M“, von der Eiche „Q“ usw. Die Dosierungen und die Auswahl der Mistelart werden speziell für Frauen oder Männer vom Arzt festgelegt. Mistelextrakte kommen auch in der Segmenttherapie bei degenerativ-entzündlichen Gelenkserkrankungen zum Einsatz. Dabei kommt es zu einer Schmerzlinderung durch eine lokale Entzündung nach einer intrakutanen Injektion. Eine lange Tradition hat die Anwendung von Mistelextrakten zur Behandlung von erhöhtem Blutdruck. Dabei kommen Fertigarzneimittel oder Teezubereitungen zur Anwendung. Da ausreichende Untersuchungen fehlen, gibt es keine Anerkennung durch die Schulmedizin. In der Volksmedizin kommt die Mistel auch als herzstärkendes Mittel nach Infektionskrankheiten zur Anwendung, wird zur Arteriosklerose Prophylaxe verwendet und soll als immunstabilisierendes Mittel bei wiederkehrenden Atemwegsinfekten wirksam sein. Die Mistel wird in der Volks- und Erfahrungsheilkunde zum Ausgleich des gesamten Drüsenhaushalt eingesetzt. Sie fördert den Stoffwechsel und kann die Bauchspeicheldrüse stärken. 

Quelle: http://heilpflanzenwissen.at

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