23 Nov
23Nov

Lateinischer Name          Sambucus nigra 

Anderer Name                  Holler Flieder 

Pflanzenfamilie                 Moschuskrautgewächse 

Erntezeit                             Juni-juli; September 

Verwendbare Teile         Blätter, Blüten, Beeren 

Vorkommen                      Die robuste Pflanze ist äußerst anspruchslos und frosthart Gedeiht an halbschattigen oder schattigen Standorten in Wäldern, an Wegrändern und auf Waldlichtungen. Der schwarze Holunder bevorzugt feuchte Standorte und einen sauren und sandigen Lehmboden mit hohem Stickstoffgehalt.

Giftigkeit                            Blätter, Rinde, unreife Beeren und die Samen sind giftig 

Eigenschaften                   Blüten und Beeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen,  der Saft aus Holunderfrüchten ist äußerst wertvoll für die Immunstärkung und schützend im Winter vor Grippe und Erkältungen


Heilwirkung  /Blüten:Holunderblütentee ist ein wahrer Alleskönner auf dem Gebiet der natürlichen Heilung. Er lindert durch seine schleimlösenden, entzündungshemmenden und schweißtreibenden Eigenschaften grippale Infekte und Erkältungen und wirkt darüber hinaus immunstärkend, antimykotisch und entgiftend. Ebenso ist ein Aufguss aus Holunderblüten ein idealer Blasen- und Nierentee und lindert Gicht, Arthritis und rheumatische Beschwerden. 

/Beeren: Die schwarzen Beeren der Holunder schmecken nur gekocht, sin richtige Vitaminpillen. Sie enthalten Vitamine A, B, B12, C und J. Holunderbeerensaft regt die Darmperistaltik an und reinigt den Darm. Er soll bei Neuralgien, Ischias und Rheuma helfen. Schützt gegen Grippe und Erkältungskrankheiten 

/Rinde: Die im Herbst gesammelte Rinde wirkt purgierend. Wenn man sie von oben nach unten abschabt, wirkt sie stark abführend, wenn man sie von oben nach unten abschabt erzeugt Brechreiz. Wurde bereits von Hippokrates benutzt. 

/Blätter: Wurden früher in Schweinefett eingekocht, als Salbe bei Quetschungen, Frostbeulen und Geschwülsten angewendet. Innerlich sind sie schweißtreibend, abführend, schleimlösend und harntreibend. Sie sind also giftig und mit großer Vorsicht zu genießen

Brauchtum/Geschichte/Sage:                 " Der Holunder ist eine Mystische Pflanze, unsere Vorfahren glaubten ist ein göttliches Wesen. Die Germanen und Slaven sahen in ihm eine >Art Lebensbaum. Er bietet einen Zugang zu den Unterirdischen, zum Reich der Großen Göttin. In deren Schoß die Ahnen auf ihre Wiedergeburt warten. Hier wohnt Hylle, Moer, Mutter Holle. Wie die Göttin der er geweiht ist, ist der Holunder zwiespältig: Er ist giftig und heilend; er ist schwarz und weiß. Der spielte bei vielen Völkern in Totenkult eine große Rolle. Noch im Mittelalter musste der Sarg vom Sargtischler mit einer Holunderrute ausgemessen werden. Als Peitsche sollte der Fuhrmann des Leichenwagens eine Holundergerte nehmen. In Tirol wird bis heute während der Totenwache Holunderblütentee getrunken. Man übertrug auf ihn Fiber und Schmerzen. Bei einem Fieber ging man in der Nacht, beim abnehmenden Mond, zu einem Holunderbusch, band einem Bindfaden um den Stamm und sprach: Guten Tag, Flieder. Ich bring dir mein Fieber. Ich binde es an. Nun gehe ich in Gottes Namen davon."

Quelle: Wolf-Dieter Storl /Kräuterkunde

Holunderbeeren Sirup

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